Das System “Der Schatten des Dämonenfürsten”
Lose Sammlung von Gedanken rund um das System. Wird gelegentlich aktualisiert.
Regelkram
- Bei Vor- und Nachteilen (Boons und Banes) wird jeweils nur das Ergebnis des höchsten W6 eingerechnet, nicht etwa die Summe der W6.
- Der Attributsbonus / -malus auf ein Attribut errechnet sich: Attribut -10. Wer also eine Stärke von 12 hat, bekommt einen Attributsbonus von +2 auf Stärkewürfe.
- Wer aus einer Quelle (vulgo: mit einem Schlag) so viel Schaden erhält, wie seine Lebenspunkte betragen, stirbt. Keine Umweg über Los oder Bewusstlosigkeit oder “Im Sterben liegend”; tot, aus, Ende.
Leben als SL
Vielleicht wird das nochmal ein eigener, etwas ausführlicher Post. Aber nach jetzt 2 Sessions, samt zweier abgeschlossener Abenteuer, kann ich sagen: Das klappt! Ich hab wirklich vergleichsweise wenig Zeit und Arbeit in die Vorbereitung der Abenteuer gesteckt. Ganz so, wie von Robert Schwalb angedacht, habe ich also gehandelt, wie ein erwachsener Spielleiter, mit Beruf, Familie, anderen Hobbies. Und dennoch hatten in beiden Sessions 6 Leute 5+ Stunden verdammt viel Spaß, und ich nie das Gefühl, allein durch die Wüste zu laufen. Verblüffend, und wirklich angenehm.
Allerdings sollte ich wohl auch mehr meiner “liebgewonnenen” Angewohnheiten ablegen. Mir fällt es nach wie vor schwer, Charaktere “umzubringen”. Wenn aber intelligente Wesen gegen die Charaktere kämpfen, werden die im Zweifel eine sichtbar angeschlagene Person eher gezielt aus dem Kampf nehmen, statt den daneben stehenden Krieger anzugreifen, der noch keinen Schaden genommen hat. Das ergibt strategisch einfach Sinn.
Und dann kann man den “Fokus aufs Wesentliche”, mit dem dieses System ja durchaus wirbt, als SL auch übertreiben. Ich neige aktuell zum Beispiel dazu, wenige bis kaum Probem zu verlangen. Weil meist klar ist, was passiert. Das kann aber zur Folge haben, dass Fähigkeiten (wie sehr hohe Wahrnehmung) etwas an Wert verlieren. Zudem schiebt es den Fokus weiter auf Kämpfe (was diese Kampagne bis inklusive Abenteur 4 sowieso tut). Da muss ich eine bessere Balance finden.
Außerdem fällt mir auf, dass sich durch diese Mechanik “10 als Zielzahl für alle Proben” ein wenig die Erzählweise von Szenen mit Proben ändert. Ich neige dazu, zwischen 10 und 23 als Ergebnis keinen erzählerischen Unterschied zu machen. Das entspricht zwar den Regeln, fühlt sich am Tisch aber vielleicht etwas dünn, hektisch an. Da muss ich mal mit meiner Gruppe reden.
Info:
Wir spielen auf Deutsch, ich besitze alle Bücher in Deutsch und in Englisch, ich verwende aber nur die englischen. In die deutschen Bücher schaue ich manchmal zum Abgleich auch rein. Die deutschen Bücher gibts hier: https://www.system-matters.de/shop/der-schatten-des-daemonenfuersten/ Die englischen hier: https://schwalbentertainment.com/shadow-of-the-demon-lord/ (Ich verdiene nichts daran)