Das zweite Abenteuer: “Geboren, um zu Sterben”

Ende März '26 ist da, also spielen wir unsere zweite Session “Shadow of the Demon Lord”. Im Abenteuer “Geboren, um zu Sterben” werden die Charaktere angeheuert, um die Tochter eines reichen Händlers zu retten, die entführt wurde.

Nachdem wir unseren regulären, monatlichen Termin nicht alle einhalten konnten, fanden wir zum Glück eine Alternative: Sonntag morgens, 10:30. Eine Herausforderungen für die Nachteulen unter uns, zudem just am Wochenende der Zeitumstellung. Also investierte ich (noch) weniger Zeit in die Vorbereitung des Abenteuers, dafür stand das Kochen von zwei großen Töpfen Fränkischer Kartoffelsuppe und zweier großer Kannen Kaffe an.

Das Abenteuer selbst besteht mal wieder aus 2 Seiten (4 Seiten in der deutschen Fassung): Ein Absatz mit einer Übersicht worum es geht. Eine Beschreibung des Opfers und eines weiteren NPC. Ein Absatz zur Entführung. Hinweise zur Forderung der Entführer. Es wird in kurzen Umrissen beschrieben, wie die Übergabe abläuft, wenn die Gruppe nicht eingreift (IMMER ein Bonus bei einem Abenteuer). Die Entführer werden beschrieben, die Location, an dem das Opfer festgehalten wird, und am Ende gibt es eine kleine Übersichtskarte – fertig.

Während des Abenteuers kam ich immerhin mal auf die Idee, mir die Seitenzahlen in meinen zerfledderten Ausdruck reinzuschreiben, damit ich die Werte der Gegner schneller finde (Ich besitze sowohl eine gedruckte Version der Kampagne, als auch ein PDF, das ich mir für den Gebrauch am Spieltisch ausgedruckt habe). In der Kampagne selbst finden sich nur Spielwerte, wenn das fragliche Wesen nicht sowie schon im Regelwerk beschrieben wird. Das ist auch in meinen Augen völlig ok.

Vor dem Abenteuer haben wir alle Charaktere auf Stufe 1 gebracht. In “Schatten des Dämonenfürsten” ist das so angedacht: Nach jedem Abenteuer einer Kampagne steigen die Charaktere alle eine Stufe auf. Also setzt sich eine Kampagne aus 11 Abenteuern zusammen, und mit dem letzten auf Stufe 10 endet dann die ganze Sache. Hier haben wir lustigerweise länger für den Aufstieg gebraucht, als ursprünglich für die Erschaffung. Nicht zwingend, weil es mehr zu tun gäbe, aber wir haben uns lose verquatscht, mal über verschiedene Alternativen geredet, Pläne für die künftige Charakterentwicklung wurden besprochen. Und ja, einer der Zauberer hat ziemlich lange bei der Auswahl seiner Traditionen und Zauber gebraucht (der andere hatte das schon vorher zuhause erledigt). War aber alles im Rahmen und völlig ok.

Im Abenteuer selbst ist dann schon wieder niemand gestorben, muss ich gestehen. Obwohl wenn ich diesmal alle Regeln vollumfänglich angewandt habe. Die beiden Kämpfer haben mit 16 und 17 HP jetzt genug Lebenspunkte, um auch bei 2W6 Schaden keinen sofortigen Tod mehr sterben zu müssen. Zudem können sich beide einmal für 4 Punkte selbst heilen, dazu kommt ein Zauberer mit Lebensmagie. Außerdem hat die Gruppe aus der ersten Session gelernt (so soll das) und von ihren dünnen Ersparnissen einige Heiltränke gekauft. Die wurden auch fast alle wieder aufgebraucht. Allerdings floss diesmal als Belohnung so richtig Geld in die Kasse der Gruppe, also erwarte ich für die nächste Session, dass die Truppe mit Rüstungen und einem ganzen Kessel voller Heiltränke anrücken wird.

Und auch dieses Mal hatten wir alle 6 einen Heidenspaß am Tisch. Ich hatte die Kampagne ursprünglich mit regelmäßigen 4 Stunden konzentriertem Spiel beworben. Und jetzt haben wir in der ersten Session 6,5 und in der zweiten 5,5 Stunden gespielt, mit je etwa 30 Minuten Pause zum Essen. Schon daran darf man ablesen, dass meine Gruppe wohl wirklich Spaß an dem System und der Kampagne hat.

Bisher funktioniert auch der sanfte aber spürbare Anstieg an Komplexität und Macht durch neue Fähigkeiten recht gut. Niemand wird beim Stufenanstieg mit 8 neuen Funktionen überrollt (außer vielleicht die Zauberer in der 1. Stufe), aber die Sachen, die man dazu bekommt, fühlen sich wertig an. Wenn die Kämpfer jetzt beim Angriff mit Waffen immer einen Bonuswürfel bekommen, wenn der Schurke immer 1W6 zusätzlichen Schaden macht, dann konnte ich als SL richtig sehen, wie das den Leuten ein gutes Gefühl gab. Und da die Gegner nicht komplett mitskalierten (sondern im Grunde auf dem Niveau des ersten Abenteuers lagen, dafür aber in größerer Zahl auftraten), war die vergrößerte Schlagkraft auch spürbar.

Zum Glück gehts auch schon recht bald weiter, weil wir die April-Session urlaubsbedingt vorziehen. Also gibts hier auch in einigen Wochen wieder neues zu lesen.

Info:

Wir spielen auf Deutsch, ich besitze alle Bücher in Deutsch und in Englisch, ich verwende aber nur die englischen. In die deutschen Bücher schaue ich manchmal zum Abgleich auch rein. Die deutschen Bücher gibts hier: https://www.system-matters.de/shop/der-schatten-des-daemonenfuersten/ Die englischen hier: https://schwalbentertainment.com/shadow-of-the-demon-lord/ (Ich verdiene nichts daran)